Prävention an der Fürstabt-Gerbert-Schule

In der heutigen Zeit wird zunehmend vom Verlust der Werte- und Moralvorstellungen in der Gesellschaft gesprochen. Es wird behauptet, es gäbe keine Zivilcourage in der Bevölkerung mehr, stattdessen schaue jeder weg, wenn man in Not sei.

Auch hört man immer wieder, dass die Gewalt unter Jugendlichen sowie deren Intensität drastisch zunehmen würde. Unabhängig davon, ob diese Aussagen nun den Tatsachen entsprechen oder nicht, halten wir es für wichtig, mit Ihren Kindern über diese Themen auch in der Schule zu sprechen.

Lernen kann nur dann gelingen, wenn man sich wohlfühlt und ein Klima der Sicherheit und Anerkennung vorherrscht. Nicht nur von kognitiven Fähigkeiten und Leistungen sind schulische Lernerfolge abhängig, sondern auch von sozialen Gegebenheiten. Daher ist es uns wichtig, soziales Lernen zu fördern, die Kommunikation der Schülerinnen und Schüler zu aktivieren und Konflikte konstruktiv zu bearbeiten. Ziel soll und muss sein, dass die Schule ein Ort des gewaltfreien Miteinanders ist und bleibt, an dem man sich wohlfühlen kann.

Im Rahmen dieser Zielsetzung finden regelmäßig in den 5., 7. und 8. Klassen Veranstaltungen zu „Gewaltprävention“, „Drogenprävention“ und „Medienwelten Jugendlicher“ in Form von Workshops statt.

Darüber hinaus bauen wir unser Präventionskonzept kontinuierlich aus. Wir bieten in Kooperation mit externen Fachstellen auch Workshops zu den Themen „Cybermobbing“, „sexualisierte Gewalt“ sowie „psychische Gesundheit und Resilienz“ an.

Ein weiterer wichtiger Baustein unserer Arbeit ist seit dem Schuljahr 2024/25 die Einführung des Freiburger Sozialkompetenztrainings in den Jahrgangsstufen 5.

Dieses wissenschaftlich fundierte Programm zielt darauf ab, die sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler systematisch zu stärken – etwa durch die Förderung von Teamfähigkeit, angemessenem Konfliktverhalten und konstruktiver Kommunikation. Die regelmäßigen Trainingseinheiten werden von hierfür geschulten Lehrkräften durchgeführt und in den Schulalltag integriert.

Die Präventionsarbeit wird durch unsere Schulsozialarbeit, unserer Präventionslehrkraft, unsere Vertrauenslehrkräfte und externe Partner wie Polizei, Jugendamt sowie Fachberatungsstellen begleitet. Auch die Eltern werden im Rahmen von Informationsabenden aktiv eingebunden, um ein gemeinsames Fundament für den Erziehungs- und Bildungsauftrag zu schaffen.

Denn nur gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften kann eine starke Schulgemeinschaft entstehen, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Werte lebt.

Teilnahme der Fürstabt-Gerbert-Schule am „Be Smart Don´t Start - Wettbewerb“

Seit über 15 Jahren nehmen Schulklassen der Fürstabt-Gerbert-Schule am Projekt “Be Smart Don´t Start“ teil.


“Be Smart Don´t Start“ ist ein Wettbewerb der Europäischen Union gegen das Rauchen, der gleichzeitig in 18 Ländern der EU durchgeführt wird. Er richtet sich an Schüler/-innen im Alter von elf bis vierzehn Jahren und hat zum Ziel, die Jugendlichen vom Rauchen abzuhalten und die Gefahren des Rauchens zu thematisieren. “Be Smart Don´t Start“ findet in Deutschland seit 20 Jahren jährlich statt und dauert jeweils ein halbes Jahr.

Eine Schulklasse (sechste bis achte Klasse) kann sich zunächst in einer öffentlichen oder geheimen Wahl für bzw. gegen den Wettbewerb entscheiden. Sind über 90% der Schüler/-innen dafür, so nimmt die Klasse am Projekt teil: Jeder Schüler der Klasse stimmt zu, im Wettbewerbszeitraum nicht zu rauchen. Dies wird schriftlich in einem Vertrag zugesichert. Wöchentlich erfolgt nun eine Rückmeldung der Klasse per E-Mail an die Wettbewerbsleitung. Nur wenn bis zum Ende des Wettbewerbs über 90% der Klasse nicht geraucht hat, verlief das Projekt in dieser Klasse erfolgreich und es besteht die Chance, an einer Verlosung teilzunehmen. Der Hauptgewinn ist dabei eine Klassenfahrt für sämtliche Schüler/-innen der Klasse, es gibt jedoch auch kleinere Gewinne. Jede erfolgreich am Projekt teilgenommene Klasse erhält ein Zertifikat. Informationsmaterial erhält jeder am Wettbewerb teilnehmende Schüler. Die Schüler/-innen werden aber natürlich auch innerhalb des Projekts im Unterricht auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam gemacht.

Unterstützt wird “Be Smart Don´t Start“ inzwischen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der AOK, der Deutschen Herzstiftung, der Deutschen Lungenstiftung, der Deutschen Krebshilfe und anderen öffentlichen und privaten Institutionen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom „Institut für Therapie-und Gesundheitsforschung“ (IFT-Nord) in Kiel.