Bedeutung von Pumpspeichern soll erklärt werden

Die Schluchseewerk AG und die Fürstabt-Gerbert-Schule St. Blasien starten das Projekt "Energie macht Schule".

ST. BLASIEN. Was ist ein Pumpspeicher, welche Funktion hat er in der Stromversorgung? Die Information darüber steht im Mittelpunkt eines neuen Programms der Schluchseewerk AG – erste Partnerin ist die Fürstabt-Gerbert-Schule (FGS) in St. Blasien.


"Energie macht Schule" heißt das neue Projekt, sagt Pressesprecher Peter Steinbeck. Dabei gehöre es zum Konzept, dass die Auszubildenden des Unternehmens Schüler durch die Anlagen führen und ihnen Funktionsweise sowie Bedeutung erläutern. Bei dem Projekt gehe es nicht um Werbung für das Unternehmen, sagt FGS-Rektorin Susanne Schwer, aber natürlich um die Akzeptanz von Pumpspeichern. Der Schluchsee sei schließlich nicht als Ausflugsziel, sondern als Energiesee konzipiert worden, ergänzt Steinbeck, ohne die Stromerzeugung würde es den See in seiner heutigen Form nicht geben.In der Vergangenheit habe das Unternehmen häufig mitbekommen, dass "Blödsinn erzählt wird", deshalb wolle die Schluchseewerk AG Fakten dagegen setzen.Die Schüler der Fürstabt-Gerbert-Schule sind einen ganzen Schultag lang mit den Auszubildenden unterwegs – für den Tag haben sie eigens entwickelte Materialien im Gepäck. Bei der ersten Exkursion im Rahmen von "Energie macht Schule" hätten die Schüler viele Fragen auch zur Energiewende und zur Energiepolitik gestellt, erzählt Steinbeck. In der ersten Runde sei die Schluchsee-Gruppe das Ziel gewesen, beim nächsten Mal gehe es in eines von zwei Kavernenkraftwerken des Unternehmens. Nach einer Präsentation in der Schule werde die Gruppe mit dem Bus zum jeweiligen Ziel gefahren. Bei der ersten Unternehmung stieg die Gruppe beispielsweise in die Schluchseetalsperre, in den Nassschieber (Einlauf in die Leitung zum Kraftwerk Häusern) am Schluchsee und auch tief hinunter ins Kraftwerk Häusern. Die Jugendlichen bekommen also Dinge zu sehen, die normalerweise im Verborgenen bleiben, sagt Steinbeck – die Wissensvermittlung solle schließlich auch Spaß machen. Das Projekt sei "eine praktische Erfahrung, die den theoretischen Unterricht ergänzt. Es ist aber auch Heimatkunde", sagt Schwer. Waren in der ersten Runde die Neuntklässler der Realschule unterwegs, werden in Zukunft auch die Werkrealschüler in das Projekt einbezogen.

Zur Fürstabt-Gerbert-Schule pflegt die Schluchseewerk AG schon seit vielen Jahren eine gute Beziehung, deshalb sei sie die Pilotschule für das Projekt, andere Schulen hätten aber auch schon angefragt und sollen in Zukunft auch einbezogen werden.Auch ein weiteres Projekt gehen die Schluchseewerk AG und die Fürstabt-Gerbert-Schule an: Die Schülerzeitungs-AG solle für das Unternehmen einen Prospekt entwickeln, in dem Pumpspeicher und Stromerzeugung erklärt werden. Außerdem werde ein Gast des Unternehmens den Schülern auch erklären, was Unternehmenskommunikation bedeute.Rektorin Susanne Schwer ist froh über solche "lebensnahen Projekte". Es werde immer wichtiger, dass Experten von außen zu Gast in der Schule sind, um mit ihrem Fachwissen den Unterricht zu bereichern.


Quelle: http://www.badische-zeitung.de/st-blasien/bedeutun...

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