Fürstabt-Gerbert-Schule St. Blasien - Neues aus dem Schulleben

Tanzflächen werden zu Kraftwerken

Neuntklässler der Fürstabt-Gerbert-Schule erleben, wie spannend naturwissenschaftlich-technische Berufe sein können.

ST. BLASIEN. Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – nicht alle Schüler können mit diesen Fächern etwas anfangen, wissen Melanie Baur Susanne Fries. Mit dem, was sie im Gepäck haben, wollen sie junge Menschen aber neugierig machen und sie gleichzeitig auf mögliche Berufe aufmerksam machen. Jetzt haben sie die Fürstabt-Gerbert-Schule besucht.

"Coaching4Future" heißt das Programm, das zusammen von der Stiftung Baden-Württemberg, der Agentur für Arbeit und dem Unternehmensverband Südwestmetall getragen wird.

Menschen werden mit Quadrocoptern schnell über alle Staus hinweg ins Krankenhaus geflogen, Roboter helfen im Haushalt, Autos belasten dank neuer Antriebstechnik die Umwelt weniger und Assistenzsysteme reduzieren Gefahren. An vielen spannenden Projekten werde geforscht, sagen die beiden Gäste. Die Gemeinsamkeit aller neuen Entwicklungen sei, dass man für die Umsetzung unterschiedliche Berufe benötige.

Mit Filmen und vielen Anschauungsobjekten zeigen die Molekular- und Zellbiologie Melanie Baur und die physische Geografin und Geoökologin Susanne Fries, wie Werkstoffe noch leichter, Stoffe vielseitiger verwendbar oder physikalische Kräfte für neue Ideen genutzt werden können. Materialien müssen für neue Produkte entwickelt und geprüft oder Apps programmiert, komplexe Schaltkreise hergestellt werden – vielfältige Aufgaben sind jeweils zu erledigen.

Ein Schüler aus den Niederlanden hatte zum Beispiel eine Idee, wie man Plastikmüll aus den Weltmeeren fischen könnte. Um aber die erdachte Maschine Wirklichkeit werden zu lassen, sind Konstruktionsmechaniker, Chemielaboranten oder Bauzeichner notwendig. Um die Idee zweier Discothekenbesitzer umzusetzen, dass Menschen tanzen und gleichzeitig Strom erzeugen, arbeiteten Fachkräfte für Veranstaltungstechniker, Elektroniker und auch Feinwerkmechaniker zusammen.

Die Botschaft von Susanne Fries und Melanie Baur ist klar: Es gibt viele Ausbildungsberufe oder auch Studiengänge, die es jungen Menschen ermöglichen, am Haus der Zukunft mitzuarbeiten, Menschen zu helfen, Mode mit Zusatzfunktionen zu entwickeln oder andere wichtige und spannende Ideen, die zum Beispiel zur Rettung der Welt beitragen, zu verwirklichen.

Informationen über mögliche Berufe gibt es unter coaching4future.de


Zum Artikel: http://www.badische-zeitung.de/st-blasien/tanzflaechen-werden-zu-kraftwerken

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