Kompetenzwoche an der Fürstabt-Gerbert-Schule

Geschickt dribbeln und gekonnt helfen

Während einer "Kompetenzwoche" haben die Schüler der Fürstabt-Gerbert-Schule an spannenden Projekten teilgenommen.

ST. BLASIEN. Berührungsängste abbauen, Rücksichtnahme, Fairness – die Kompetenzwoche an der Fürstabt-Gerbert-Schule soll den Schülern nicht nur eine spannende Abwechslung vom Schulalltag bieten, sondern Wissen und Fähigkeiten vermitteln. Nebenbei wird auch noch der Klassenzusammenhalt gestärkt.

Ein Lob, eine klare Ansage, genaue Erklärung: Günter Rommel, ausgebildeter Gymnasiallehrer und Fußballtrainer mit DFB A-Lizenz, weiß,was er tut. Den Fünftklässlern will er verschiedene Techniken des Ballsports beibringen. Ein Pass, der das gewünschte Ziel erreicht, geschickt um einen anderen Spieler herumdribbeln, gekonnt den Ball steuern – mit Spaß sind die Schüler in der Sporthalle bei der Sache. Dabei habe der Gasttrainer darauf geachtet, dass Schüler, die im Verein Fußball spielen, Partner zugeteilt bekommen, die noch nicht so geübt im Umgang mit dem Ball sind, sagt Lehrerin Katrin Mutter. Teamfähigkeit, Fairplay und auch der Zusammenhalt der Klasse werden durch das Projekt gefördert, sagt die Lehrerin.


Der Besuch des Fußballlehrers ist für die Schule kostenlos – Geschäftsleute aus St. Blasien haben die Aktion möglich gemacht. Und so bekomme die Schule sogar noch Sachspenden, die im Sportunterricht eingesetzt werden können, freut sich Schulleiterin Susanne Schwer.


Eine ganze Reihe von Projekten standen auf dem besonderen Stundenplan der Kompetenzwoche: Ein Gewaltpräventionskurs wurde angeboten, ältere Schüler bereiteten ein praktisches Projekt für das Frühjahr vor, Zehntklässler der Realschule absolvierten ihre mündliche Prüfung im Fach "Naturwissenschaftliches Arbeiten" und bereiteten sich außerdem auf die Abschlussprüfungen vor.

Spannend wurde es auch beim Erste-Hilfe-Kurs mit dem früheren Rektor Gerhard Albiez. Während der Woche hatten die Schüler den für den Führerschein geforderten Kurs absolviert und auch die Arbeit der Feuerwehr und der DRK-Rettungswache kennengelernt.

Der Höhepunkt war Freitag, an dem mehrere Rollenspiele auf dem Plan standen. Albiez stellten den Schülern die verschiedenen Gegebenheiten vor, Nikolaj Rupp, der an der Schule eine freiwilliges soziales Jahr absolviert und auch Mitglied im DRK ist, beobachtete die Schüler, um ihren Hilfseinsatz später mit ihnen besprechen zu können. Und Nicole Schmid hatte zwei Schminkkoffer dabei, um die "Patienten" auch äußerlichauf die Rollenspiele vorzubereiten.

Die Schüler mussten zum Beispiel einem Altersgenossen helfen, der einen Fahrradunfall hatte und einen Jungen versorgen, der sich bei einem Sturz eine stark blutende Schnittwunde erlitten hatte. "Die Schüler sollen die Angst verlieren, um im Notfall besser helfen zu können", sagte  Albiez. Sehe eine Wunde echt aus, falle es manchen Menschen schwer, einen Verletzten anzufassen. Die Rollenspiele sollten aber dazu führen, dass sich die Schüler im Ernstfall überwinden können, um einem Menschen in Not helfen zu können.

Für die Schüler sei es etwas Besonderes, wenn Spezialisten in die Schule kommen, wissen Katrin Mutter und Susanne Schwer. Die Jugendlichen seien konzentriert bei der Sache. Während die einen Schüler ihre Aufgabe erledigen, schauen die anderen gespannt zu. Für die Rücksichtnahme und das Zusammengehörigkeitsgefühl seien solche Projekte wichtig.


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