Fürstabt-Gerbert-Schule St. Blasien - Eine Schülerfirma will helfen

Eine Schülerfirma will helfen

Neuntklässler der Fürstabt-Gerbert-Schule in St. Blasien wollen selbst hergestellte Produkte verkaufen.

Die Zutaten sind eingekauft, der Waffelteig zu Hause gemacht und die Nachfrage in der Pause groß: "Sofi" nennt eine Gruppe von Neuntklässlern der Fürstabt-Gerbert-Schule ihre neu gegründete Schülerfirma. Der Name ist Programm: Sofi steht für "Soziale Firma", erklärt Jan Bückler. Sie wollen produzieren, verkaufen und mit dem Erlös den Solidaritätsfonds der Schule unterstützen.

Mit dem Gedanken, eine Schülerfirma zu gründen, habe er sich schon seit längerer Zeit befasst, sagt Jan Bückler. Die richtige Zeit war gekommen, als die Klasse im Fach Welt-Zeit-Geschichte (WZG) die Genossenschaft zum Thema hatten. Klassenlehrer Martin Krieg fand die Idee gut, er begleitet das Projekt und unterstützt die Schüler, wenn es nötig ist.

Die Aufgaben sind verteilt: Jan Bückler ist Vorstandsvorsitzender, Kevin Finkbeiner sein Stellvertreter, Luis Wagner zeichnet für die Qualitätsprüfung sowie Tim Metzger für die Finanzen verantwortlich und Denny Cossu ist Produktionsleiter.

Am Anfang sei es einfach darum gegangen, eine Schülerfirma zu gründen, sagt Jan Bückler. Dann überlegte sich das Team, welche Produkte es anbieten könnte und schließlich, was es mit dem Erlös machen sollte. "Es gibt sozial schwächere Schüler", sagt Tim Metzger. Dass "Sofi" direkt als Förderer einzelner Altersgenossen auftritt, schlossen er und seine Mitstreiter aus. Deshalb war für sie bald klar, dass sie das Geld dem Solidaritätsfonds der Schule zur Verfügung stellen.

Vorgenommen haben sich die Schüler, zum Beispiel, Waffeln zu backen und zu verkaufen. Auch Teelichthalter wollen sie in einer heimischen Werkstatt herstellen. Im Rahmen des Technikunterrichts sind schon etliche Vogelhäuschen entstanden (einige Häuschen wurden von der Klasse gespendet), die "Sofi" nun verkaufen will.

Wie es in Unternehmen üblich ist, wird ein Produkt und dann die Produktion und der Verkauf genau geplant: Welches Material soll verwendet werden und wo bekommt man es her, welche Kosten entstehen, wer organisiert den Verkauf?

Derzeit gehören nur Schüler der Klasse WRS 9a der Schülerfirma Sofi an. Mit der Zeit wollen sie auch jüngere Schüler einbinden, um dem Projekt eine Zukunft zu geben, sagen die Gründer.


Zum Artikel: http://www.badische-zeitung.de/st-blasien/eine-schuelerfirma-will-helfen

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